yomo
Tänzerin vor bunten Seecontainern

Lifehack Scrum: So lebst du agil und produktiv

Wir alle lieben Dinge, die unser Leben schön easy und ein bisschen magisch machen: smarte Sensoren, autonome Roboter und intelligente Apps – so wie yomo. 😉

Diese genialen Helfer sparen uns Zeit, Geld, Platz oder Aufwand. Du kannst dein Leben aber auch unabhängig von Smartphone, Saugroboter und selbstfahrendem Auto noch besser organisieren und deine Produktivität steigern.

Mit Methoden des agilen Arbeitens, so wie Kanban oder – hier empfohlen – Scrum:

Wer hat’s erfunden?

Die Software-Programmierer. Scrum findest du heute aber nicht nur bei Branchen-Monstern wie Microsoft, sondern auch in Unternehmensformen, die sich mit etwas völlig Anderem beschäftigen. Denn die Methode agiler Projektarbeit lässt sich für verschiedenste Bereiche kreativ umfunktionieren. Also auch für deine Bedürfnisse.

Arbeiten wie die Profis.

Konkret bedeuten agile Prozesse, das eigene Projekt bewusst in die Hand zu nehmen. Das hilft, sich täglich einen Überblick über die bevorstehenden Aufgaben zu verschaffen, weitere Aufgaben zu planen, zu priorisieren und den ganzen Tag motiviert zu bleiben.

Agiles Arbeiten ist aber nicht nur eine gute Kontrolle der To-do Liste, sondern soll Arbeiten flexibler und effizienter gestalten – mit dem Menschen als Mittelpunkt.

Think different.

Selbstmanagement nach Scrum hilft dir, dein großes Ziel zu verfolgen, ohne es permanent zum Zentrum deines Denkens und Handelns zu machen. Du brauchst eine klare Vision, aber dein Weg zum Ziel darf nur grob skizziert sein. Du musst immer bereit sein, spontan zu reagieren und zu improvisieren.

Es ist unerheblich, ob du Scrum für das Thema agiles Arbeiten verwendest oder für persönliches Projektmanagement. Zum Beispiel, um Geld für eine große Reise zu sparen, um soundsoviel Kilometer auf dem Rennrad zu erstrampeln oder endlich mal die rund 800 Seiten des Thomas-Mann-Klassikers „Buddenbrooks“ durchzustehen.

Das Gute daran ist das Gute darin.

Mit Scrum organisierst du dich selbst, um immer verantwortungsvoll und hoch produktiv zu bleiben – das perfekte Tool, um eine neue Fähigkeit zu kultivieren und dein eigenes Ich aufzumotzen.

Tuning ist ja oft eine rein optische Sache. Mit Scrum tunest du aber nicht deinen Look, sondern deinen inneren Schweinehund. Die These: Was einem Team bei der Zusammenarbeit hilft, hilft auch dir beim Selbstmanagement.

Mittendrin statt nur dabei.

In der Welt der Software-Entwickler gibt es keine definierte Gesamtplanung, nur kleine Zwischen-Steps, viele Optimierungen und sich ständig wiederholende Abläufe – fast wie im echten Leben. Tatsächlich kannst du die Scrum-Grundprinzipien daher in vielen persönlichen Bereichen nutzen.

Tipp: Stell dir immer wieder diese drei Fragen:

  • Was habe ich bisher erreicht oder erledigt?
  • Was schaffe ich heute?
  • Was hindert mich gerade daran, weiterzukommen?

 

Das Ziel dieser Übung: Lean living – noch ein schönes Buzzword. Es bedeutet, dass du deine Aufgaben möglichst effizient erledigst. Du stimmst deine Ressourcen und dein Timing optimal aufeinander ab, bleibst am Ball und kannst so mehr schaffen, ohne wirklich mehr dafür zu tun.

Vorsprung durch Technik.

Das Prinzip ist einfach. Es geht darum, in einen Prozess ständiger Selbstbeobachtung zu gelangen, zu erkennen, was dir Probleme bereitet und einen Workaround dafür zu finden.

Bunter Spiralentreppenläufer

So funktionieren agile Methoden:

1. Just do it.

Warte nicht darauf, alle Antworten auf alle Fragen deines Lebens, deines Jobs oder deines Projektes zu kennen, bevor du es angehst. Leg stattdessen einfach los und finde unterwegs kreative Lösungen für die Hindernisse, die dir begegnen.

Wenn du an einer Stelle nicht weiterkommst – zum Beispiel, weil du am Wochenende doch wieder zu viel Geld beim Feiern ausgegeben hast oder weil dein Rennrad einen Platten hat – dann mach woanders weiter.

Du könntest die Woche über mittags mal nicht essen gehen, sondern dir etwas vorkochen – und so trotzdem für deine Reise sparen. Oder du könntest laufen gehen, um fit zu bleiben für die nächsten Kilometer auf deinem Rennrad. Es geht schlicht darum, jeden Tag einen Gesamt-Fortschritt zu erzielen, auch wenn Unteraufgaben ins Stocken geraten sollten.

2. Qualität ist das beste Rezept.

Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit für eine kritische Selbst-Reflektion. Was sind die Dinge, die dich im Moment in deinem Projekt aufhalten?

Die Erkenntnisse aus dieser Frage brauchst du unbedingt. Nicht, um darüber zu meckern, sondern, um deine Anforderungen jederzeit verändern zu können und dein Projekt anders anzugehen. Du entwickelst damit einen ständigen Lernprozess.

Du schaffst es nicht, einmal die Woche 100 Seiten der Buddenbrooks durchzuackern? Dann versuch es mit 50 Seiten an zwei Tagen in der Woche. Du gibst viel zu viel Geld im Biergarten aus? Dann grill doch einfach mal zu Hause mit Freunden und spare.

Die kontinuierliche Reifung deiner eigenen Effizienz und Qualität durch permanente Verbesserung ermöglichen dir am Ende ein optimales Ergebnis. Den Weg dahin darfst und sollst du ruhig variabel gestalten.

3. Weil einfach einfach einfach ist.

Zerlege dein Projekt in kleine Teile, die du zeitnah umsetzen kannst. So erlebst du immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, die dich voranbringen und deine Motivation stärken.

Hast du eine Teilaufgabe erledigt, überlegst du dir, mit welcher du am besten weitermachst. So bleibst du stringent und verfolgst fokussiert deine direkt umsetzbaren Ziele. Gleichzeitig überforderst du dich nicht mit dem ständigen Gedanken an das Gesamtprojekt.

4. Quadratisch. Praktisch. Gut.

Sprint = Zeitmanagement. Die absolute Basis für die Scrum-Methode ist es, innerhalb kurzfristiger Deadlines zu arbeiten. Setze dir selbst einen festen zeitlichen Rahmen für die Umsetzung deiner aktuellen Teilaufgabe.

Lege eine Zeit fest, in der du ungestört an deinem Tages- oder Wochenziel arbeiten kannst und halte dich an deinen Plan. Gönn dir aber auch regelmäßige Pausen. Gutes Zeitmanagement ist eines der wichtigen Dinge des agilen Ansatzes.

5. Separates the men from the boys.*

Gib niemals auf. Auch nicht, wenn du Rückschläge erlebst, beispielsweise, weil du in deinem gesetzten Zeitrahmen diese Woche keine 100 Romanseiten oder 75 Rennradkilometer geschafft hast. Dein Gesamtprojekt bleibt davon unberührt.

Nutze Rückschläge, um die Vorgaben für deine Zwischenziele neu zu definieren. Verändere deine Abläufe oder Pläne, um deine Projektziele im nächsten Sprintprozess zu erreichen.

6. Ja, is‘ denn heut‘ schon Weihnachten?

Mach dir klar, dass du nie wirklich fertig bist. Du hast diese Woche 100 Seiten gelesen und dein Sprintziel erreicht? Glückwunsch. Die Buddenbrooks in deinem Bücherregal haben überall Eselsohren, weil du dein Gesamtprojekt geschafft hast? Toll. Trotzdem ist jetzt nicht dauerhaft Feiertag für dich.

Denn du hast ganz sicher weitere Wünsche, Vorstellungen und Ziele in deinem Leben. Du kannst noch viel mehr lernen, mehr erleben, mehr aus dir rausholen.

7. Nicht immer, aber immer öfter.

Natürlich brauchst du nicht zwangsläufig immer feste Tools für ein erfolgreiches Selbstmanagement. Aber es ist eine Chance, ohne Frust über dich hinauszuwachsen – welche Träume du auch haben magst.

 

 

* Anm. der Redaktion: Gilt natürlich auch für „women“ und „girls“.